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Klub-WM 2025 in den USA: Rückblick auf das erste Turnier mit 32 Klubs

Artikel aktualisiert : 08/11/2026

Niels Stahnberg

Niels Stahnberg,Editor-in-Chief|Artikel aktualisiert : 08/11/2026

Der FC Chelsea hat die FIFA Klub-WM 2025 gewonnen. Im Endspiel am 13. Juli schlug der Klub aus London den Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain mit 3:0. Damit ging der erste Titel der neuen Klub-Weltmeisterschaft im Fußball mit 32 Mannschaften nach England.

Gespielt wurde einen Monat lang in den USA, vom 14. Juni an in zwölf Stadien zwischen Seattle und Miami. Der Rückblick zeigt die Ergebnisse der K.-o.-Runde und wie weit jeder Teilnehmer kam. Dazu kommen die Gruppen aus der Auslosung, die Spielorte mit ihren Zuschauerzahlen und die Rekorde des Turniers.

Zeitraum
14. Juni 2025
–
13. Juli 2025
Eröffnungsspiel
Fußballstadion
Hard Rock Stadium, Miami Gardens
Finale
Fußball
MetLife Stadium, East Rutherford

Wer die Klub-WM gewann: Chelsea und die K.-o.-Runde

Chelsea zog als Zweiter der Gruppe D hinter Flamengo in die K.-o.-Runde ein. Danach gewannen die Engländer alle vier Spiele: gegen Benfica Lissabon erst in der Verlängerung, dann gegen Palmeiras, Fluminense und zum Abschluss gegen Paris.

PSG reiste als Sieger der Champions League 2024/25 an. In der K.-o.-Runde schalteten die Franzosen Inter Miami und den FC Bayern aus, im Halbfinale schlugen sie Real Madrid mit 4:0.

Im MetLife Stadium bei New York fiel die Entscheidung dann schon vor der Pause. Cole Palmer erzielte zwei Tore und bereitete das dritte für João Pedro vor. Wie das Endspiel lief und was es Chelsea einbrachte, beschreibt der Bericht zum Klub-WM-Finale.

Finale
Kalender 13. Juli 2025
Uhr 21:00
Uhr
Fußballstadion MetLife Stadium, East Rutherford (New York/New Jersey)
FC Chelsea
vs
Paris Saint-Germain
3
:
0
S S S S N
Form
S S S S N
RundeDatumSpielErgebnisStadion
AchtelfinaleSa. 28.06.2025Palmeiras – Botafogo1:0 n. V.Lincoln Financial Field
AchtelfinaleSa. 28.06.2025Benfica Lissabon – FC Chelsea1:4 n. V.Bank of America Stadium
AchtelfinaleSo. 29.06.2025Paris Saint-Germain – Inter Miami4:0Mercedes-Benz Stadium
AchtelfinaleSo. 29.06.2025Flamengo – FC Bayern2:4Hard Rock Stadium
AchtelfinaleMo. 30.06.2025Inter Mailand – Fluminense0:2Bank of America Stadium
AchtelfinaleDi. 01.07.2025Manchester City – Al Hilal3:4 n. V.Camping World Stadium
AchtelfinaleDi. 01.07.2025Real Madrid – Juventus Turin1:0Hard Rock Stadium
AchtelfinaleMi. 02.07.2025Borussia Dortmund – CF Monterrey2:1Mercedes-Benz Stadium
ViertelfinaleFr. 04.07.2025Fluminense – Al Hilal2:1Camping World Stadium
ViertelfinaleSa. 05.07.2025Palmeiras – FC Chelsea1:2Lincoln Financial Field
ViertelfinaleSa. 05.07.2025Paris Saint-Germain – FC Bayern2:0Mercedes-Benz Stadium
ViertelfinaleSa. 05.07.2025Real Madrid – Borussia Dortmund3:2MetLife Stadium
HalbfinaleDi. 08.07.2025Fluminense – FC Chelsea0:2MetLife Stadium
HalbfinaleMi. 09.07.2025Paris Saint-Germain – Real Madrid4:0MetLife Stadium
FinaleSo. 13.07.2025FC Chelsea – Paris Saint-Germain3:0MetLife Stadium
Datum nach deutscher Zeit (MESZ), Sieger fett; n. V. = nach Verlängerung

Die Gruppenspiele mit Anstoßzeiten und die Abschlusstabellen aller acht Gruppen stehen im Klub-WM-Spielplan.

Überraschungen in der K.-o.-Runde

Für die größte Überraschung des Achtelfinals sorgte Al Hilal. Der Klub aus Saudi-Arabien warf Manchester City nach Verlängerung mit 4:3 hinaus, also ausgerechnet das einzige Team, das alle drei Gruppenspiele gewonnen hatte.

Auch Inter Mailand scheiterte früh, gegen Fluminense hieß es 0:2. Die Brasilianer schlugen danach Al Hilal und standen als einziger Klub außerhalb Europas im Halbfinale, wo João Pedro mit zwei Toren für Chelsea das Aus besiegelte.

Drei Achtelfinals gingen in die Verlängerung, darunter das brasilianische Duell zwischen Palmeiras und Botafogo. Ein Elfmeterschießen brauchte das Turnier kein einziges Mal.

Real Madrid erreichte das Halbfinale mit zwei knappen Siegen, einem 1:0 gegen Juventus Turin und dem 3:2 gegen Dortmund. Gegen PSG kassierten die Spanier danach ihre einzige Niederlage des Turniers.

Gruppenphase: Niederlagen der Großen

Zum Auftakt trennten sich Al Ahly und Inter Miami im Hard Rock Stadium torlos. Danach fielen in den 48 Gruppenspielen 144 Tore, und mehrere Favoriten mussten Rückschläge hinnehmen. Bis zum Ende der Vorrunde zählte die FIFA knapp 1,7 Millionen Zuschauer.

Botafogo besiegte PSG mit 1:0, Flamengo schlug Chelsea mit 3:1, Benfica gewann gegen den FC Bayern mit 1:0. Alle drei Verlierer kamen trotzdem weiter. Die beiden späteren Finalisten gaben in der Vorrunde also je ein Spiel ab.

Das torreichste Remis der Vorrunde lieferten der FC Porto und Al Ahly mit einem 4:4 in East Rutherford, für beide war danach Schluss. Juventus Turin und Manchester City spielten in Orlando um den Sieg in Gruppe G, City gewann mit 5:2.

Teilnehmer: 32 Klubs aus sechs Kontinentalverbänden

Europa stellte mit zwölf Klubs das größte Kontingent, darunter der FC Bayern und Borussia Dortmund. Aus Südamerika kamen sechs Teams, aus Nord- und Mittelamerika fünf, drei davon aus dem Gastgeberland USA: Inter Miami, Seattle Sounders und Los Angeles FC.

Asien und Afrika schickten je vier Vertreter, Ozeanien einen: Auckland City aus Neuseeland. Kein Klub aus Afrika erreichte das Achtelfinale. Aus Asien schaffte es allein Al Hilal, das danach bis ins Viertelfinale kam.

Ohne Ausfall kamen die vier Klubs aus Brasilien durch die Vorrunde, Palmeiras und Flamengo sogar als Gruppensieger. Die beiden argentinischen Vertreter Boca Juniors und River Plate schieden dagegen als Gruppendritte aus.

Von den europäischen Teilnehmern blieben drei hängen: der FC Porto, RB Salzburg und Atlético Madrid, das trotz sechs Punkten nur Dritter wurde. Die übrigen neun Klubs aus Europa erreichten das Achtelfinale.

Aus Nord- und Mittelamerika kamen Inter Miami und CF Monterrey jeweils als Gruppenzweite weiter, beide scheiterten dann in ihrem ersten K.-o.-Spiel. CF Pachuca blieb in Gruppe H ohne Punkt.

Im Viertelfinale standen fünf Klubs aus Europa und drei von anderen Kontinenten: Fluminense und Palmeiras aus Brasilien sowie Al Hilal. Ins Halbfinale schaffte es mit Fluminense nur noch einer von ihnen.

VerbandKlubLandGruppe (Platz)Endstation
UEFAFC ChelseaEnglandD (2.)Sieger
UEFAParis Saint-GermainFrankreichB (1.)Finale
UEFAReal MadridSpanienH (1.)Halbfinale
UEFAFC BayernDeutschlandC (2.)Viertelfinale
UEFABorussia DortmundDeutschlandF (1.)Viertelfinale
UEFABenfica LissabonPortugalC (1.)Achtelfinale
UEFAInter MailandItalienE (1.)Achtelfinale
UEFAManchester CityEnglandG (1.)Achtelfinale
UEFAJuventus TurinItalienG (2.)Achtelfinale
UEFAFC PortoPortugalA (3.)Gruppenphase
UEFAAtlético MadridSpanienB (3.)Gruppenphase
UEFARB SalzburgÖsterreichH (3.)Gruppenphase
CONMEBOLFluminenseBrasilienF (2.)Halbfinale
CONMEBOLPalmeirasBrasilienA (1.)Viertelfinale
CONMEBOLBotafogoBrasilienB (2.)Achtelfinale
CONMEBOLFlamengoBrasilienD (1.)Achtelfinale
CONMEBOLBoca JuniorsArgentinienC (3.)Gruppenphase
CONMEBOLRiver PlateArgentinienE (3.)Gruppenphase
ConcacafInter MiamiUSAA (2.)Achtelfinale
ConcacafCF MonterreyMexikoE (2.)Achtelfinale
ConcacafSeattle SoundersUSAB (4.)Gruppenphase
ConcacafLos Angeles FCUSAD (4.)Gruppenphase
ConcacafCF PachucaMexikoH (4.)Gruppenphase
AFCAl HilalSaudi-ArabienH (2.)Viertelfinale
AFCUrawa Red DiamondsJapanE (4.)Gruppenphase
AFCUlsan HDSüdkoreaF (4.)Gruppenphase
AFCAl AinVereinigte Arabische EmirateG (3.)Gruppenphase
CAFAl AhlyÄgyptenA (4.)Gruppenphase
CAFEspérance TunisTunesienD (3.)Gruppenphase
CAFMamelodi SundownsSüdafrikaF (3.)Gruppenphase
CAFWydad CasablancaMarokkoG (4.)Gruppenphase
OFCAuckland CityNeuseelandC (4.)Gruppenphase
Endstation = Runde, in der der Klub ausschied

Auslosung in Miami: die acht Vierergruppen

Die FIFA loste die Gruppen am 5. Dezember 2024 in Miami aus. Bei dieser Auslosung stand auch der neue Pokal zum ersten Mal öffentlich auf der Bühne, gut ein halbes Jahr vor dem Turnierstart.

In jeder Gruppe spielte jeder einmal gegen jeden, die beiden Besten zogen ins Achtelfinale ein. Danach ging es im K.-o.-System ohne Rückspiele weiter, ein Spiel um Platz drei sah der Modus nicht vor.

Der FC Bayern landete in Gruppe C mit Benfica Lissabon, Boca Juniors und Auckland City. Dortmund bekam in Gruppe F Fluminense, Mamelodi Sundowns und Ulsan HD zugelost und wurde am Ende Gruppensieger, die Münchner nach einer Niederlage gegen Benfica Zweiter.

Gruppe A
FC Porto FC Porto
Palmeiras Palmeiras
Al-Ahly Al-Ahly
Inter Miami Inter Miami
Gruppe B
Paris Saint-Germain Paris Saint-Germain
Atlético Madrid Atlético Madrid
Botafogo Botafogo
Seattle Sounders Seattle Sounders
Gruppe C
FC Bayern München FC Bayern München
Boca Juniors Boca Juniors
Benfica Lissabon Benfica Lissabon
Auckland City FC Auckland City FC
Gruppe D
FC Chelsea FC Chelsea
Flamengo Flamengo
Espérance De Tunis Espérance De Tunis
Los Angeles FC Los Angeles FC
Gruppe E
Inter Mailand Inter Mailand
River Plate River Plate
Urawa Red Diamonds Urawa Red Diamonds
CF Monterrey CF Monterrey
Gruppe F
Borussia Dortmund Borussia Dortmund
Fluminense FC Fluminense FC
Mamelodi Sundowns Mamelodi Sundowns
Ulsan Ulsan
Gruppe G
Manchester City Manchester City
Juventus Turin Juventus Turin
Al-Ain FC Al-Ain FC
Wydad Casablanca Wydad Casablanca
Gruppe H
FC Salzburg FC Salzburg
Real Madrid Real Madrid
Pachuca Pachuca
Al-Hilal Al-Hilal
Gruppe1.2.3.4.
APalmeiras (5)Inter Miami (5)FC Porto (2)Al Ahly (2)
BParis Saint-Germain (6)Botafogo (6)Atlético Madrid (6)Seattle Sounders (0)
CBenfica Lissabon (7)FC Bayern (6)Boca Juniors (2)Auckland City (1)
DFlamengo (7)FC Chelsea (6)Espérance Tunis (3)Los Angeles FC (1)
EInter Mailand (7)CF Monterrey (5)River Plate (4)Urawa Red Diamonds (0)
FBorussia Dortmund (7)Fluminense (5)Mamelodi Sundowns (4)Ulsan HD (0)
GManchester City (9)Juventus Turin (6)Al Ain (3)Wydad Casablanca (0)
HReal Madrid (7)Al Hilal (5)RB Salzburg (4)CF Pachuca (0)
Abschlussplatzierung, Punkte in Klammern; Platz 1 und 2 erreichten das Achtelfinale

Am engsten ging es in Gruppe B zu: PSG, Botafogo und Atlético Madrid holten jeweils sechs Punkte. Für Atlético reichte das nicht. In Gruppe A kam Inter Miami mit fünf Punkten weiter, während der FC Porto ohne Sieg ausschied.

Stadien und Spielorte: zwölf Arenen in elf Städten

Die 63 Spiele verteilten sich auf zwölf Stadien in elf Städten. Orlando stellte mit dem Camping World Stadium und dem Inter&Co Stadium zwei Spielorte. Insgesamt kamen laut FIFA rund 2,5 Millionen Zuschauer, im Schnitt etwa 40.000 je Partie.

Neunmal wurde im MetLife Stadium in East Rutherford gespielt, häufiger als in jedem anderen Stadion. Dazu gehörten beide Halbfinals und das Endspiel.

Beim Finale saß dort die größte Kulisse des Turniers auf den Rängen, die Halbfinals und das Viertelfinale zwischen Real Madrid und Dortmund zogen jeweils mehr als 70.000 Fans an.

Knapp hinter dem Finale lag ein Gruppenspiel im Rose Bowl Stadium in Los Angeles: Zum Auftakt von PSG gegen Atlético Madrid kamen über 80.000 Menschen. Außerhalb dieser beiden Städte gab es die größte Kulisse in Charlotte, beim Gruppenspiel von Real Madrid gegen CF Pachuca.

Besucher vor dem Eingang des Rose Bowl Stadium bei Los Angeles
Eingang des Rose Bowl Stadium, Spielort der Gruppen B und E

Das Hard Rock Stadium in Miami und das Lincoln Financial Field in Philadelphia kamen auf je acht Spiele. In Miami zog das Gruppenspiel des FC Bayern gegen Boca Juniors die meisten Fans an, in Philadelphia das Viertelfinale zwischen Palmeiras und Chelsea.

Die Stadien in Cincinnati, Nashville und Washington sahen ausschließlich Gruppenspiele, ebenso die Arenen in Los Angeles und Seattle. Ab dem Achtelfinale konzentrierte die FIFA das Turnier auf sechs Stadien im Osten der USA. Die wenigsten Partien bekam das Inter&Co Stadium in Orlando, nämlich zwei.

Das Turnier in Zahlen: 63 Spiele, 195 Tore, rund 2,5 Millionen Zuschauer

Den Rekord für den höchsten Sieg stellte der FC Bayern gleich an seinem ersten Spieltag auf, beim Kantersieg gegen Auckland City in Cincinnati. Zum Münchner Kader gehörte auch Lennart Karl, mit 17 Jahren der jüngste Spieler des Turniers.

Chelsea erzielte auf dem Weg zum Titel die meisten Tore aller Mannschaften, dahinter folgten der FC Bayern, PSG und Manchester City mit je 16 Treffern. Im Schnitt fielen gut drei Tore pro Spiel.

Die Torjägerwertung gewann Gonzalo García von Real Madrid, obwohl drei weitere Spieler ebenfalls viermal getroffen hatten: Ángel Di María, Serhou Guirassy und Marcos Leonardo. Den Ausschlag gab seine Torvorlage.

WertKlub-WM 2025
Spiele63
Tore195 (im Schnitt 3,1 je Spiel)
Zuschauerrund 2,5 Millionen (FIFA)
Bestbesuchtes SpielFinale FC Chelsea – Paris Saint-Germain, 81.118
Kleinste KulisseUlsan HD – Mamelodi Sundowns (Gruppe F), 3.412
Höchster SiegFC Bayern – Auckland City 10:0
Meiste Tore eines TeamsFC Chelsea, 17
Jüngster SpielerLennart Karl (FC Bayern), 17 Jahre und 113 Tage
Spiele mit Verlängerung3
Elfmeterschießenkeines

Drei Einzelpreise des Turniers für Chelsea: Palmer, Caicedo und Sánchez

Cole Palmer wurde von der Technischen Studiengruppe der FIFA, die Arsène Wenger leitete, zum besten Spieler gewählt. Er kam bei der Klub-WM auf drei Tore und zwei Vorlagen und erhielt den Goldenen Ball. Mit Robert Sánchez und Moisés Caicedo wurden zwei weitere Chelsea-Profis ausgezeichnet.

Von den Preisen für einzelne Spieler ging nur einer nicht an einen der beiden Finalisten: der für den besten Torschützen, den Gonzalo García von Real Madrid erhielt. PSG war mit Vitinha und Désiré Doué zweimal vertreten.

Wer wie oft traf und welche Spieler sonst auffielen, zeigt die Übersicht der Spieler der Klub-WM.

Bayern und Dortmund: Aus im Viertelfinale

Der FC Bayern gewann seine ersten beiden Gruppenspiele, verlor das dritte gegen Benfica Lissabon und zog als Zweiter ins Achtelfinale ein. Dort schlug er Flamengo in Miami mit 4:2, Harry Kane traf zweimal.

Das Gruppenspiel gegen Benfica verfolgten bei Sat.1 im Schnitt 3,1 Millionen Menschen, mehr als bei jedem anderen Spiel des Senders in diesem Turnier. Nach dem Finale erhielten die Münchner zudem die Fair-Play-Auszeichnung der FIFA.

Im Viertelfinale in Atlanta unterlag Bayern Paris mit 0:2, beide Gegentore fielen in der Schlussviertelstunde. Jamal Musiala verletzte sich in dieser Partie schwer, PSG beendete sie nach zwei Roten Karten in Unterzahl. Alle fünf Spiele der Münchner behandelt eine eigene Seite: FC Bayern bei der Klub-WM.

Borussia Dortmund blieb in Gruppe F ohne Niederlage, beim 4:3 gegen Mamelodi Sundowns fielen die meisten Tore. Im Achtelfinale in Atlanta erzielte Serhou Guirassy beide Treffer zum 2:1 gegen CF Monterrey.

Gegen Real Madrid lag der BVB nach 20 Minuten mit 0:2 zurück. In der Nachspielzeit fielen dann noch drei Tore, Guirassys Foulelfmeter zum 2:3 kam zu spät. Mehr dazu unter BVB bei der Klub-WM.

Sonderregeln des Turniers: Transferfenster, Kaderänderungen und Kühlpausen

Vor dem Turnier durften die Verbände der Teilnehmer vom 1. bis 10. Juni 2025 ein zusätzliches Transferfenster öffnen, verpflichtet war keiner. Die FIFA hatte diese Ausnahme im Reglement vorgesehen. Nach ihren Angaben bestätigten alle betroffenen Verbände die Öffnung, darunter Deutschland und Österreich.

In Deutschland führten DFL und DFB das Fenster als zusätzliche Wechselperiode für Vereine der Bundesliga und der 2. Bundesliga ein. Borussia Dortmund verpflichtete am letzten Tag Jobe Bellingham vom AFC Sunderland, der anschließend mit zur Klub-WM reiste.

Während des Turniers gab es vom 27. Juni bis 3. Juli ein Fenster für Änderungen an der endgültigen Kaderliste. Die Klubs durften Spieler ersetzen, deren Vertrag während des Turniers regulär auslief, und bis zu zwei neue Spieler zusätzlich melden. Zusammen waren höchstens sechs Änderungen erlaubt.

Hitze und Kühlpausen

Bei extremen Wetterbedingungen erlaubte das Reglement in Artikel 35.6 Kühlpausen, über die von Spiel zu Spiel entschieden wurde. Zuständig war der Schiedsrichter, maßgeblich waren die Protokolle der medizinischen Kommission der FIFA.

FIFPRO-Präsident Sergio Marchi erklärte am 14. Juli 2025, das Turnier habe unter unannehmbaren Bedingungen und bei extremer Hitze stattgefunden. Für die WM 2026 führte die FIFA im Dezember 2025 feste Trinkpausen in jeder Halbzeit ein, unabhängig vom Wetter. Sie verwies dabei auch auf die Erfahrungen der Klub-WM.

Das Turnier abseits des Rasens: Geld, Fernsehen, Pokal, Ball und Sticker

Die FIFA verteilte eine Milliarde US-Dollar an die 32 Klubs, aufgeteilt in Startgelder und Prämien für Siege und erreichte Runden. Europäische Klubs erhielten je nach Einstufung durch die FIFA zwischen 12,81 und 38,19 Millionen Dollar Startgeld, Auckland City als Vertreter Ozeaniens 3,58 Millionen.

Der Sieger konnte laut FIFA bis zu 125 Millionen Dollar verdienen, wie viel Chelsea am Ende tatsächlich erhielt, hat der Verband nicht veröffentlicht. Die Beträge je Runde stehen beim Klub-WM-Preisgeld.

In Deutschland zeigte DAZN alle Spiele kostenlos. Sat.1 und Joyn übertrugen per Sublizenz die Partien von Bayern und Dortmund sowie das Endspiel. Weltweit erreichte das Turnier laut FIFA geschätzt 2,7 Milliarden Menschen vor den Bildschirmen.

Wer in Deutschland zuschaute, brauchte oft einen langen Atem: 28 der 63 Spiele begannen zwischen Mitternacht und 4 Uhr deutscher Zeit, die meisten davon um 3 Uhr. Sender, Kommentatoren und Quoten sind bei der Klub-WM-Übertragung aufgeführt.

Die Trophäe hatte die FIFA entworfen und mit Tiffany & Co. gefertigt, sie ist mit 24 Karat vergoldet. Nach dem Finale nahmen die Chelsea-Spieler sie aus den Händen von US-Präsident Donald Trump und FIFA-Chef Gianni Infantino entgegen. Mehr zu Gravuren und Übergabe steht beim Klub-WM-Pokal.

Den Spielball lieferte adidas, einen offiziellen Namen bekam er nicht. Die eingebaute Technik schickte 500-mal pro Sekunde Daten an den Videoassistenten, Einzelheiten dazu beim Klub-WM-Ball.

Zur Klub-WM gab Panini die offizielle Stickerkollektion heraus, neben anderen Sprachen auch in einer deutschen Ausgabe. Die Sammlung umfasst 550 Sticker.

Einordnung: das erste Turnier im neuen Format

Zwischen 2005 und 2023 hatte die FIFA ihre Klub-WM jährlich mit einem kleinen Teilnehmerfeld ausgetragen. Seit 2025 spielt sie stattdessen alle vier Jahre ein Turnier mit 32 Mannschaften. Die alten Ausgaben führt die FIFA inzwischen als Vorläufer des jährlichen Interkontinental-Pokals.

Chelsea war schon 2021 im alten Format Klub-Weltmeister geworden, damals nach Verlängerung gegen Palmeiras. Nach dem Sieg in East Rutherford nannte die FIFA den Klub den ersten Champion des Turniers im neuen Format.

Die zweite Ausgabe ist für 2029 vorgesehen. Gastgeber, Termin und Teilnehmerzahl hat die FIFA bis November 2026 nicht beschlossen, sieben Kontinentalsieger sind qualifiziert, darunter PSG.

Palmeiras, Viertelfinalist von 2025, kann am 28. November 2026 mit einem Sieg im Finale der Copa Libertadores gegen Estudiantes nachziehen. Was zur Klub-WM 2029 feststeht, zeigt die Startseite.

Klub-WM 2025: häufig gestellte Fragen

Wer hat die Klub-WM 2025 gewonnen?

Der FC Chelsea. Die Engländer besiegten Paris Saint-Germain am 13. Juli 2025 in East Rutherford mit 3:0, Cole Palmer steuerte zwei Treffer bei.

Wo fand die Klub-WM 2025 statt?

Gastgeber und Austragungsort waren die USA. Gespielt wurde in elf Städten zwischen Seattle an der Westküste und Miami in Florida, das Endspiel stieg im MetLife Stadium im Großraum New York.

Wie viele Mannschaften nahmen an der Klub-WM 2025 teil?

32 Klubs aus allen sechs Kontinentalverbänden, zwölf davon aus Europa. Nach der Vorrunde in acht Vierergruppen ging es mit 16 Teams im K.-o.-Modus weiter.

Wann und wo war die Auslosung der Klub-WM 2025?

Am 5. Dezember 2024 in Miami. Bayern erwischte in Gruppe C unter anderem Benfica und Boca Juniors, Dortmund in Gruppe F unter anderem Fluminense.

Wie weit kamen der FC Bayern und Borussia Dortmund?

Beide Klubs scheiterten am 5. Juli im Viertelfinale. Bayern verlor gegen den späteren Finalisten PSG, Dortmund gegen Real Madrid.

Wie viele Zuschauer kamen zur Klub-WM 2025?

Die FIFA spricht von rund 2,5 Millionen Besuchern in 63 Spielen. Am vollsten war es beim Finale mit 81.118 Fans, am leersten bei einem Gruppenspiel in Orlando.

Wer traf bei der Klub-WM 2025 am häufigsten?

Vier Spieler kamen auf je vier Tore. Ausgezeichnet wurde Gonzalo García von Real Madrid, weil er im Gegensatz zu den anderen drei zusätzlich einen Treffer vorbereitet hatte.

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