›

FIFA-Interkontinental-Pokal: Spielplan 2026, Sieger und Modus

Artikel aktualisiert : 08/11/2026

Christoph Prey

Christoph Prey,Sportjournalist|Artikel aktualisiert : 08/11/2026

Das Finale des FIFA-Interkontinental-Pokals (FIFA Intercontinental Cup) steigt am 16. Dezember 2026 im Ahmad bin Ali Stadium in Al Rayyan, Katar. Titelverteidiger Paris Saint-Germain trifft dort auf den Gewinner des Challenger Cups, des Spiels um den Finalplatz. Diesen Namen trägt der Wettbewerb seit 2024.

Mitspielen dürfen jedes Jahr die Klubsieger der sechs Kontinentalverbände. Offen ist nur noch der Platz Südamerikas, den das Finale der Copa Libertadores zwischen Palmeiras und Estudiantes de La Plata am 28. November vergibt.

Zwei der fünf Runden sind gespielt, drei folgen im Dezember in Katar. Mit dem Weltpokal, den Europa und Südamerika von 1960 bis 2004 ausspielten, ist der Wettbewerb nicht zu verwechseln, auch wenn die englischen Namen fast gleich lauten.

Interkontinental-Pokal 2026: Spielplan mit allen fünf Runden

Datum, AnstoßRundeSpielErgebnisStadion
Mi. 26.08.2026, 20:00Afrika-Asien-Pazifik-Play-offAl Ahli – Auckland FC1:0 (0:0)King Abdullah Sports City Stadium, Dschidda
Sa. 19.09.2026, 15:00Afrika-Asien-Pazifik-PokalMamelodi Sundowns – Al Ahli2:1 (1:1)Loftus Versfeld Stadium, Pretoria
Mi. 09.12.2026, Anstoß offenDerby der AmerikasSieger Copa Libertadores – Toluca–Jassim bin Hamad Stadium, Doha
Sa. 12.12.2026, Anstoß offenChallenger CupSieger Derby der Amerikas – Mamelodi Sundowns–Jassim bin Hamad Stadium, Doha
Mi. 16.12.2026, Anstoß offenFinaleParis Saint-Germain – Sieger Challenger Cup–Ahmad bin Ali Stadium, Al Rayyan
Stand: 06.11.2026; Anstoß in deutscher Zeit

Stand 6. November 2026 nennt die FIFA für die drei Spiele in Katar noch keine Anstoßzeiten. In ihrer Spieldatenbank stehen die Partien bislang ohne feste Uhrzeit.

Den Auftakt in Dschidda entschied ein Einwechselspieler: Saleh Abu Al Shamat traf mit seiner ersten Ballberührung zum einzigen Tor gegen Auckland FC. Die Neuseeländer beendeten die Partie nach einer Roten Karte gegen Sam Cosgrove kurz vor Schluss in Unterzahl.

Gut drei Wochen später reiste Al Ahli nach Pretoria und verlor dort gegen Mamelodi Sundowns. Nuno Santos brachte die Gastgeber zweimal per Kopf in Führung, dazwischen glich Al Ahli durch ein Eigentor von Sundowns-Torhüter Ronwen Williams aus. Schiedsrichter war der Schweizer Sandro Schärer.

Derby der Amerikas: Toluca wartet auf Palmeiras oder Estudiantes

Im Derby der Amerikas, offiziell FIFA Derby of the Americas, trifft der mexikanische Klub Toluca auf den Sieger der Copa Libertadores. Wer das ist, steht erst elf Tage vorher fest: Palmeiras und Estudiantes spielen das Finale im Estadio Centenario von Montevideo, Anstoß ist um 21 Uhr deutscher Zeit.

Beide Finalisten setzten sich im Halbfinale erst im Elfmeterschießen durch. Bei Estudiantes hielt der 40-jährige Fernando Muslera drei Versuche von Flamengo, darunter den von Jorginho, der im Dezember 2025 im Finale gegen PSG noch vom Punkt getroffen hatte. Palmeiras verwandelte gegen Fluminense alle fünf Elfmeter.

Estudiantes gewann die Copa Libertadores viermal, zuletzt 2009, Palmeiras dreimal. Im Centenario standen sich beide Klubs schon 1968 gegenüber, damals gewann Estudiantes ein Entscheidungsspiel um den Titel. Palmeiras-Trainer Abel Ferreira erreichte sein viertes Finale in diesem Wettbewerb.

Challenger Cup und Finale: Sundowns und PSG warten

Drei Tage nach dem Derby trifft dessen Sieger im Challenger Cup auf Mamelodi Sundowns, wieder im Jassim bin Hamad Stadium. Wie schwer der Weg über drei Spiele ist, zeigen die ersten beiden Ausgaben: Pachuca und Flamengo gewannen jeweils Derby und Challenger Cup und verloren danach das Finale.

PSG steigt als Sieger der Champions League erst im Finale ein. Ende Oktober verletzte sich Khvicha Kvaratskhelia, Torschütze im Finale 2025, schwer am Knie, auch Ousmane Dembélé fällt laut FIFA eine Zeit lang aus. Ob beide bis zum 16. Dezember zurück sind, ist offen.

Teilnehmer: wie sich die sechs Kontinentalsieger qualifizierten

Das Reglement vergibt sechs Startplätze, je einen an den Sieger des wichtigsten Klubwettbewerbs jedes Kontinentalverbands. In welcher Runde ein Klub einsteigt, hängt allein von seinem Verband ab. Vier der sechs Teilnehmer stehen zudem als Starter der Klub-WM 2029 fest: PSG, Al Ahli, Mamelodi Sundowns und Toluca.

KlubVerbandTitelEinstiegStand
Paris Saint-Germain (Frankreich)UEFA (Europa)Champions League 2025/26, Finale 1:1 n. V., 4:3 i. E. gegen ArsenalFinaleim Finale am 16.12.
Palmeiras (Brasilien) oder Estudiantes (Argentinien)CONMEBOL (Südamerika)Copa Libertadores 2026, Finale am 28.11. in MontevideoDerby der Amerikasoffen
Toluca (Mexiko)Concacaf (Nord- und Mittelamerika, Karibik)Concacaf Champions Cup 2026, Finale 1:1 n. V., 6:5 i. E. gegen TigresDerby der Amerikasim Derby am 09.12.
Mamelodi Sundowns (Südafrika)CAF (Afrika)CAF Champions League 2025/26, Finale 1:0 und 1:1 gegen ASFARAfrika-Asien-Pazifik-Pokalim Challenger Cup am 12.12.
Al Ahli (Saudi-Arabien)AFC (Asien)AFC Champions League Elite 2025/26, Finale 1:0 n. V. gegen Machida ZelviaAfrika-Asien-Pazifik-Play-offausgeschieden im Afrika-Asien-Pazifik-Pokal
Auckland FC (Neuseeland)OFC (Ozeanien)OFC Pro League 2026, Finale 2:1 gegen South MelbourneAfrika-Asien-Pazifik-Play-offausgeschieden im Play-off
Stand: 06.11.2026

PSG verteidigte Ende Mai in Budapest den Titel in der Champions League. Gegen Arsenal glich Ousmane Dembélé die frühe Führung von Kai Havertz per Elfmeter aus, im Elfmeterschießen setzten sich die Pariser durch.

Auch Toluca brauchte im eigenen Stadion ein Elfmeterschießen, Torhüter Luis García parierte im Finale gegen Tigres den Versuch von Juan Purata. Für die Mexikaner war es der dritte Titel im Concacaf Champions Cup.

Mamelodi Sundowns gewann die CAF Champions League zum zweiten Mal nach 2016. Im Rückspiel in Rabat hielt Ronwen Williams einen zweiten Elfmeter von Hrimat, der zuvor vom Punkt getroffen hatte.

Al Ahli wiederholte in Dschidda den Sieg in der AFC Champions League Elite, das Siegtor gegen Machida Zelvia schoss Feras Al Brikan in der Verlängerung. Damit ist der Klub laut FIFA der fünfte mit zwei Asien-Titeln in Folge. Im August übernahm Marino Pušić das Traineramt von Matthias Jaissle.

Auckland FC qualifizierte sich als Sieger der ersten OFC Pro League, einer neuen Profiliga mit acht Teams. Verwechslungsgefahr besteht mit Auckland City. Dieser Klub vertrat Ozeanien bei den ersten beiden Ausgaben.

Ein deutscher Klub kommt nur als Sieger der Champions League in den Wettbewerb und stünde dann direkt im Finale. Bisher war kein Bundesligist dabei.

FIFA Intercontinental Cup im TV und Stream, Tickets für Katar

Die Übertragungsrechte für 2026 liegen laut FIFA weltweit bei DAZN. Ausgenommen sind nur Brasilien (Globo und Cazé TV), Indien (Zee Entertainment) sowie der Nahe Osten und Nordafrika (MBC). Die DACH-Länder fehlen in dieser Aufzählung, sie fallen also unter die weltweite Vergabe an DAZN.

Ob DAZN die Spiele in Deutschland frei oder nur im Abo zeigt, ist Stand 6. November 2026 nicht bekannt. Free-TV ist nicht angekündigt. Über DAZN läuft seit Juni 2026 auch FIFA+, das den Wettbewerb laut FIFA in einzelnen Ländern kostenlos zeigt.

Das Finale 2025 lief in Deutschland nicht im Free-TV. DAZN zeigte es im Livestream, zusätzlich bot die FIFA einen Stream auf ihrer Website an.

Die Übertragung der Klub-WM 2025 war bei DAZN für alle Spiele kostenlos. Ob der Sender das beim Interkontinental-Pokal wiederholt, hat er nicht mitgeteilt.

Tickets für Doha und Al Rayyan verkauft die FIFA nach Stand vom 6. November 2026 noch nicht. Auf fifa.com können Fans lediglich ihr Interesse anmelden, dafür ist ein Konto mit FIFA-ID nötig. Preise nennt die FIFA nicht.

Bei der Ausgabe 2025 lag der Verkauf beim lokalen Organisationskomitee in Katar. Ob es 2026 wieder so kommt, ist offen.

In welchem Modus der Interkontinental-Pokal gespielt wird

Der Interkontinental-Pokal besteht aus fünf einzelnen Spielen ohne Rückspiel. Wer verliert, scheidet aus, eine Gruppenphase mit Tabelle gibt es nicht. Erst im Finale greift der Sieger der Champions League ein, der Vertreter Ozeaniens müsste für den Titel dagegen viermal gewinnen. Die Runden laufen laut Reglement so ab:

  1. Play-off Afrika-Asien-Pazifik, offiziell FIFA African-Asian-Pacific Play-off: Der Sieger Ozeaniens tritt auswärts beim Sieger Asiens oder Afrikas an.
  2. Afrika-Asien-Pazifik-Pokal, offiziell FIFA African-Asian-Pacific Cup: Der Gewinner des Play-offs trifft auf den dritten Klub dieser Gruppe, wieder mit Heimrecht für Asien oder Afrika.
  3. Derby der Amerikas: Der Sieger der Copa Libertadores spielt an neutralem Ort gegen den Sieger des Concacaf Champions Cups.
  4. Challenger Cup: Die Sieger des Afrika-Asien-Pazifik-Pokals und des Derbys ermitteln den Finalgegner.
  5. Finale: Der Sieger der Champions League trifft auf den Gewinner des Challenger Cups.

Endet ein Spiel unentschieden, folgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten, danach ein Elfmeterschießen. Jedes Team darf fünfmal wechseln, in der Verlängerung kommt ein weiterer Wechsel hinzu. Für die letzten drei Runden melden die Klubs 23 bis 26 Spieler, darunter mindestens drei Torhüter.

Das Heimrecht in den ersten beiden Spielen wechselt jährlich zwischen Asien und Afrika, der Vertreter Ozeaniens spielte bisher jedes Mal auswärts. Bei der ersten Ausgabe entschied laut Reglement eine Rangliste aus den drei vorangegangenen Klub-WM-Turnieren, wer Gastgeber wurde.

Katar als Gastgeber der letzten drei Spiele

Den neutralen Ort für die Schlussphase bestimmt der FIFA-Council. Für 2026 fiel die Wahl seines Bureaus erneut auf Katar, bekannt gegeben am 22. Oktober. Derby und Challenger Cup finden im Jassim bin Hamad Stadium in Doha statt, das Finale wie 2025 im Ahmad bin Ali Stadium.

Bei der ersten Ausgabe trug Katar die drei Runden im Stadium 974 und im Lusail Stadium aus, dem Schauplatz des WM-Finals 2022. Bei der zweiten Ausgabe fanden alle drei Spiele im Ahmad bin Ali Stadium statt.

Pokale und Preisgeld

Zu gewinnen gibt es vier Trophäen: für den Afrika-Asien-Pazifik-Pokal, das Derby der Amerikas, den Challenger Cup und das Finale. Pachuca und Flamengo nahmen deshalb je zwei Pokale mit nach Hause, obwohl beide das Finale verloren. Die Originale bleiben laut FIFA im Besitz des Verbands.

Ein Preisgeld hat die FIFA nie veröffentlicht. Das Reglement 2026 hält nur fest, dass die Teilnahme kostenlos ist und die FIFA Zuschüsse für Flüge, Unterkunft und Verpflegung zahlt. Das Klub-WM-Preisgeld von 2025 legte sie dagegen Stufe für Stufe offen.

Sieger des Interkontinental-Pokals: Real Madrid und PSG

AusgabeSiegerFinaleStadionZuschauer
2024Real MadridReal Madrid – CF Pachuca 3:0 (1:0)Lusail Stadium, Lusail67.249
2025Paris Saint-GermainParis Saint-Germain – Flamengo 1:1 n. V., 2:1 i. E.Ahmad bin Ali Stadium, Al Rayyan42.150
2026offenParis Saint-Germain – Sieger Challenger Cup, Mi. 16.12.2026Ahmad bin Ali Stadium, Al Rayyan–
Stand: 06.11.2026

Beide bisherigen Titel gingen an den Sieger der Champions League, nach dem Erfolg von PSG sprach die FIFA vom zweiten europäischen Triumph in Folge. Die Finalgegner Pachuca und Flamengo kamen beide aus Amerika und bestritten in Katar drei Spiele in acht Tagen.

Neben dem Gesamtsieg vergibt die FIFA in jeder Ausgabe drei weitere Pokale. Die Übersicht zeigt, wer welchen Titel gewann.

AusgabeAfrika-Asien-Pazifik-PokalDerby der AmerikasChallenger CupInterkontinental-Pokal
2024Al AhlyCF PachucaCF PachucaReal Madrid
2025Pyramids FCFlamengoFlamengoParis Saint-Germain
2026Mamelodi Sundownsoffen (09.12.)offen (12.12.)offen (16.12.)
Stand: 06.11.2026

Ausgabe 2024: Real Madrid holt den ersten Titel

Datum, OrtRundeSpielErgebnisTore
So. 22.09.2024, Al AinAfrika-Asien-Pazifik-Play-offAl Ain – Auckland City6:2 (3:1)1:0 Fábio Cardoso (6.), 2:0 Gassama (11.), 2:1 Lagos (43.), 3:1 Palacios (45.+1), 3:2 Bevan (54.), 4:2 Rahimi (78.), 5:2 Romero (90.+2), 6:2 Rahimi (90.+4)
Di. 29.10.2024, KairoAfrika-Asien-Pazifik-PokalAl Ahly – Al Ain3:0 (1:0)1:0 Abou Ali (32.), 2:0 Emam Ashour (55.), 3:0 Afsha (90.+2, Elfmeter)
Mi. 11.12.2024, DohaDerby der AmerikasBotafogo – CF Pachuca0:3 (0:0)0:1 Idrissi (50.), 0:2 Deossa (66.), 0:3 Rondón (80.)
Sa. 14.12.2024, DohaChallenger CupCF Pachuca – Al Ahly0:0 n. V., 6:5 i. E.keine Tore
Mi. 18.12.2024, LusailFinaleReal Madrid – CF Pachuca3:0 (1:0)1:0 Mbappé (37.), 2:0 Rodrygo (53.), 3:0 Vinícius Júnior (84., Elfmeter)

Die erste Ausgabe begann im September 2024 in Al Ain und endete im Dezember in Katar. Dort schlug Pachuca zunächst Botafogo, das am Sonntag davor brasilianischer Meister geworden und erst am Montagabend in Doha gelandet war. Oussama Idrissi wurde Spieler des Spiels.

Im Challenger Cup gegen Al Ahly aus Kairo vergab Pachuca die ersten beiden Elfmeter und kam trotzdem weiter. Elías Montiel wurde zum Spieler des Spiels gewählt und erhielt später den Bronzenen Ball des Turniers.

Das Finale im Lusail Stadium fiel auf den Nationalfeiertag Katars. Kylian Mbappé brachte Real Madrid nach Vorarbeit von Vinícius Júnior in Führung, genau zwei Jahre nach seinem Hattrick im WM-Finale am selben Ort. Rodrygo erhöhte nach Videobeweis, Vinícius verwandelte später einen Elfmeter.

Vinícius wurde zum Spieler des Finales gewählt und erhielt den Goldenen Ball vor seinem Teamkollegen Federico Valverde. Für Carlo Ancelotti war es der 15. Titel als Trainer von Real Madrid, so viele hatte vor ihm niemand im Klub geholt.

Ausgabe 2025: PSG gewinnt im Elfmeterschießen

Datum, OrtRundeSpielErgebnisTore
So. 14.09.2025, KairoAfrika-Asien-Pazifik-Play-offPyramids FC – Auckland City3:0 (1:0)1:0 El Karti (14.), 2:0 Marwan Hamdy (74.), 3:0 Ziko (85.)
Di. 23.09.2025, DschiddaAfrika-Asien-Pazifik-PokalAl Ahli – Pyramids FC1:3 (1:1)0:1 Mayele (21.), 1:1 Toney (45., Elfmeter), 1:2 Mayele (71.), 1:3 Mayele (75.)
Mi. 10.12.2025, Al RayyanDerby der AmerikasCruz Azul – Flamengo1:2 (1:1)0:1 De Arrascaeta (15.), 1:1 Jorge Sánchez (44.), 1:2 De Arrascaeta (71.)
Sa. 13.12.2025, Al RayyanChallenger CupFlamengo – Pyramids FC2:0 (1:0)1:0 Léo Pereira (24.), 2:0 Danilo (52.)
Mi. 17.12.2025, Al RayyanFinaleParis Saint-Germain – Flamengo1:1 n. V., 2:1 i. E.1:0 Kvaratskhelia (38.), 1:1 Jorginho (62., Elfmeter)

Im September 2025 trafen in Kairo und Dschidda zuerst die Vertreter Ozeaniens, Afrikas und Asiens aufeinander. In Dschidda erzielte Fiston Mayele alle drei Tore von Pyramids gegen Al Ahli, das damals der Deutsche Matthias Jaissle trainierte.

Flamengo reiste als Sieger der Copa Libertadores und brasilianischer Meister nach Katar. Gegen Cruz Azul traf Giorgian De Arrascaeta doppelt, im Challenger Cup gegen Pyramids bereitete er bei seltenem Regen beide Kopfballtore per Freistoß vor.

Im Finale zählte ein frühes Tor von Fabián Ruiz nicht, weil der Ball zuvor im Toraus gewesen war. Khvicha Kvaratskhelia traf im Nachschuss zur Führung, nachdem Flamengos Torhüter Rossi eine Hereingabe von Désiré Doué abgewehrt hatte. Jorginho glich nach Videobeweis per Foulelfmeter aus.

Im Elfmeterschießen hielt PSG-Torhüter Matvei Safonov vier Versuche in Folge, von Saúl, Pedro, Léo Pereira und Luiz Araújo. Weil auch Dembélé und Bradley Barcola vergaben, reichten Vitinha und Nuno Mendes zum Titel. Trainer Luis Enrique hatte so etwas nach eigenen Worten noch nicht erlebt.

Für PSG war es laut FIFA der erste weltweite Titel und der sechste binnen zwölf Monaten. Zum Spieler des Turniers wählte die FIFA Vitinha. Das einzige Turnier dieser Serie, das die Pariser nicht gewannen, war die Klub-WM 2025: Im Finale unterlagen sie dem FC Chelsea.

Interkontinental-Pokal in Zahlen: Rekorde und Kuriositäten

Die folgenden Werte sind eine eigene Auswertung der FIFA-Spieldaten. Grundlage sind die zwölf Partien, die bis zum 6. November 2026 gespielt wurden.

AusgabeSpieleToreZuschauerSchnitt je Spiel
2024517183.77536.755
2025514111.06722.213
20262 von 5476.14638.073
Stand: 06.11.2026
  • Das torreichste Spiel war der Auftakt 2024 in Al Ain mit acht Toren, kein anderes Spiel brachte mehr als vier.
  • Fiston Mayele ist der einzige Spieler mit drei Toren in einem Spiel. Je zweimal trafen Soufiane Rahimi, Giorgian De Arrascaeta und Nuno Santos.
  • Die größte Kulisse hatte das Finale 2024 im Lusail Stadium, die kleinste das Play-off 2025 in Kairo mit 4.157 Zuschauern.
  • Ozeanien wartet auf den ersten Sieg: Auckland City verlor zweimal das erste Spiel, Auckland FC scheiterte ebenso.
  • In beiden Finals stand der frisch gekürte Weltfußballer auf dem Platz: Vinícius Júnior und Ousmane Dembélé wurden jeweils am Vortag als The Best FIFA Men’s Player geehrt.
  • Für Real Madrid war der Interkontinental-Pokal laut FIFA der fünfte Titel des Kalenderjahres 2024.
  • Al Ahli aus Dschidda scheiterte zweimal im Afrika-Asien-Pazifik-Pokal, beide Male an einem Klub aus Afrika.

Interkontinental-Pokal und Klub-WM: wie die FIFA beide Wettbewerbe ordnet

Den Interkontinental-Pokal beschloss der FIFA-Council im März 2023 als jährlichen Klubwettbewerb, im Dezember desselben Jahres bestätigte er das Format. Er trat an die Stelle der alten Klub-WM, die bis 2023 fast jedes Jahr mit wenigen Teilnehmern stattfand.

Für die FIFA ist der Interkontinental-Pokal die Weiterentwicklung der jährlichen Klub-WM, die im Jahr 2000 begann. Auf ihrer deutschen Seite heißt es: „2024 begann mit der Einführung des FIFA-Interkontinental-Pokal eine neue Phase“.

In ihrer Datenbank führt die FIFA beide Turniere als denselben Wettbewerb. Die alten Ausgaben tragen dort weiter ihren Namen, etwa Klub-Weltmeisterschaft Marokko 2013. Auch die Titel zählt die FIFA getrennt, bei Carlo Ancelotti stehen zwei Klub-WM-Titel und ein Interkontinental-Pokal mit Real Madrid.

Der FC Bayern bleibt damit Klub-Weltmeister von 2013 und 2020. Die FIFA führt ihn sogar viermal als jährlichen Klub-Weltmeister seit 1960, Borussia Dortmund einmal. Die beiden Finals, die der FC Bayern bei der Klub-WM gewann, fanden in Marrakesch und Al Rayyan statt.

Die neue Klub-WM ist ein eigener Wettbewerb. Sie findet seit 2025 alle vier Jahre mit 32 Klubs statt, die erste Ausgabe in den USA gewann der FC Chelsea. Für Frauen beginnt im Januar 2028 in den USA die Klub-WM der Frauen.

Die jährliche Klub-WM von 2000 bis 2023: Titel nach Kontinenten

Von den 20 Ausgaben der jährlichen Klub-WM entschieden europäische Klubs 16 für sich, die anderen Titel holten Vereine aus Brasilien. Real Madrid war mit fünf Erfolgen der häufigste Sieger.

Mannschaften aus Asien, Afrika sowie Nord- und Mittelamerika kamen sechsmal ins Finale, verloren aber jedes Mal. Von 2001 bis 2004 ruhte das Turnier, weil die für 2001 in Spanien vorgesehene Ausgabe ausfiel.

KontinentalverbandTitelFinalteilnahmenSiegerklubs
UEFA (Europa)1619Real Madrid 5, FC Barcelona 3, FC Bayern 2, Manchester City, FC Chelsea, FC Liverpool, Inter Mailand, Manchester United und AC Mailand je 1
CONMEBOL (Südamerika)415Corinthians 2, je 1: FC São Paulo, SC Internacional
AFC (Asien)03–
CAF (Afrika)02–
Concacaf (Nord- und Mittelamerika, Karibik)01–
OFC (Ozeanien)00–

Europa gegen Südamerika: der Vorläufer von 1960 bis 2004

Noch älter ist das Duell, in dem von 1960 bis 2004 der Sieger des Europapokals der Landesmeister bzw. der Champions League auf den Gewinner der Copa Libertadores traf. Im Oktober 2017 erkannte der FIFA-Council alle Sieger dieses Duells als Klub-Weltmeister an.

Ab 1980 entschied ein einziges Spiel in Japan über den Titel, vorher gab es Hin- und Rückspiel. Flamengo, der Finalist von Katar 2025, gewann diesen Vorläufer 1981 in Tokio gegen den FC Liverpool.

Im Jahr 2000 lief das Duell Europa gegen Südamerika parallel zur ersten Klub-WM. Die FIFA nennt deshalb für 2000 zwei jährliche Klub-Weltmeister, Corinthians und Boca Juniors.

Aus der Bundesliga gewannen den Vorläufer der FC Bayern zweimal und Borussia Dortmund einmal. Nach 2004 wurde er nicht mehr ausgetragen, die Klub-WM von 2005 trug in der FIFA-Datenbank den Zusatz Toyota Cup.

Quellen: FIFA: Katar richtet die letzten drei Spiele 2026 aus, FIFA: Interkontinental-Pokal 2026, Teams, Daten und Geschichte

FIFA-Interkontinental-Pokal: häufig gestellte Fragen

Was ist der FIFA-Interkontinental-Pokal?

Der Interkontinental-Pokal ist ein jährlicher Klubwettbewerb der FIFA, den seit 2024 die Sieger der sechs Kontinentalverbände in fünf K.-o.-Spielen austragen. Den Abschluss bildet ein Finale gegen den Gewinner der Champions League, bisher immer im Dezember.

Wann ist der FIFA Intercontinental Cup 2026?

Nach zwei Runden im August und September folgen die entscheidenden Spiele am 9., 12. und 16. Dezember 2026 in Katar. Die Anstoßzeiten standen Anfang November 2026 noch nicht fest.

Wo findet der Interkontinental-Pokal 2026 statt?

Alle drei Spiele im Dezember finden in Katar statt, zwei davon in Doha. Das Endspiel steigt in Al Rayyan, das Emirat empfängt den Wettbewerb zum dritten Mal hintereinander.

Wer überträgt den Interkontinental-Pokal in Deutschland?

DAZN besitzt laut FIFA die weltweiten Rechte, Deutschland zählt nicht zu den Ausnahmen. Ob für die Spiele ein Abo nötig ist, hatte der Sender bis Anfang November 2026 nicht bekannt gegeben.

Wer hat den Interkontinental-Pokal bisher gewonnen?

Zweimal ein europäischer Klub: Real Madrid 2024 nach einem 3:0 gegen Pachuca, Paris Saint-Germain 2025 im Elfmeterschießen gegen Flamengo. PSG spielt am 16. Dezember 2026 um die Titelverteidigung.

Ist der Interkontinental-Pokal die neue Klub-WM?

Nein. Die Klub-WM mit 32 Mannschaften ist ein eigenes Turnier im Vierjahresrhythmus, das 2025 in den USA Premiere hatte. Als Nachfolger der jährlichen Klub-WM von 2000 bis 2023 sieht die FIFA den Interkontinental-Pokal.

Wie qualifiziert sich ein Klub für den Interkontinental-Pokal?

Er muss den wichtigsten Klubwettbewerb seines Kontinentalverbands gewinnen. Startberechtigt sind die Sieger aus AFC (Asien), CAF (Afrika), Concacaf (Nord- und Mittelamerika), CONMEBOL (Südamerika), OFC (Ozeanien) und UEFA (Europa), eine Rangliste spielt keine Rolle.

Gibt es schon Tickets für den Interkontinental-Pokal 2026?

Nein, nach Stand vom 6. November 2026 hat der Verkauf nicht begonnen. Auf fifa.com lässt sich nur das Interesse an Karten für die Spiele in Katar registrieren, Preise sind nicht bekannt.

You're an editor and you're logged in, so you're seeing this: